Wenn die Wolken weg sind, lichtet sich der Blick
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Bölls "Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral" - Anregungen für Schule und Unterricht

Bölls Geschichte "Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral" zeigt die zumindest teilweise Bekehrung eines Touristen, der einem glücklich in natürlichen Verhältnissen lebenden Einheimischen moderne Arbeitsmoral beibringen will.

 

Wir geben einen Überblick über Thematik, Inhalt und Aussage des Textes und verdeutlichen sie in einem Schaubild. Dazu kommen Anregungen für den Unterricht.

Kurz-Info zu Thema und Inhalt
Zumindest teilweise Bekehrung eines Touristen, der einem glücklich in natürlichen Verhältnissen lebenden Einheimischen moderne Arbeitsmoral beibringen will.

Inhaltsangabe:
In der Geschichte geht es um einen Touristen, der im Urlaub einen ruhig in seinem Boot liegenden Fischer fragt, warum er angesichts guter Wetterverhältnisse nicht zum Fischfang rausfährt. Als der Fischer erklärt, er habe bereits genug gefischt, wird der Tourist ganz nervös und entwickelt ihm ein Programm, in dessen Verlauf er durch optimale Nutzung der Möglichkeiten in immer größerem Stil immer mehr fangen und verkaufen könnte. Das Ziel dabei sei, dass er am Ende gar nicht mehr rausfahren müsse, sondern einfach in der Sonne liegen könne. Die Antwort des Fischers, dass er das doch schon jetzt könne, macht den Touristen sehr nachdenklich.

Bedeutung der Geschichte: -> Was zeigt die Geschichte?
Die Geschichte zeigt zunächst einmal den Gegensatz zwischen zwei Arten von Menschen: Da sind die, die im Einklang mit der Natur und mit sich selbst leben und sich mit dem begnügen, was sie zum Leben brauchen. Ihnen gegenüber stehen die, die den modernen Drang verinnerlicht haben, immer mehr erreichen und haben zu müssen.
Letztlich geht es um die Alternative zwischen einem Glück, das auf Selbstgenügsamkeit beruht, und einem, das auf Zukunftshoffnungen setzt.


 

Anmerkungen zum Schaubild:

1. Das Schaubild zeigt den Gegensatz zwischen dem angeblich ärmlichen Fischer, der aber in seiner Entspanntheit eigentlich über den größeren Reichtum verfügt – und auf dieser Ebene auch völlig stabil bleibt. Er steht damit über eine natürliche, gesunde Lebensweise.

2. Der als reich bezeichnete Tourist dagegen ist ganz der modernen, angeblich fortschrittlichen Lebensweise verpflichtet. Er kann sich das Leben nur als ständige Anstrengung vorstellen, die dann auch mit den entsprechenden Erfolgen verknüpft ist (noch mal rausfahren -> mehr Fang, mehr Geld -> mehr Schiffe, mehr Fang, noch mehr Geld).

3. Der wunderschöne Gag der Geschichte ist, dass beide Lebensweisen am Ende das gemeinsame Ziel „Ruhe“ erreichen sollen. Allerdings hat der Fischer diese schon, während es bei den Fortschrittsfantasien und der deutlichen Nervosität des Touristen sehr fraglich ist, ob er den gleichen Zustand je erreichen wird.

4. Deshalb das rote Fragezeichen rechts, das nicht weit entfernt ist von Burnout oder gar Herzinfarkt.

5. Als wir das Schaubild zeichneten, ist uns zufällig ein Wort in der Überschrift doppeldeutig ausgefallen. Böll sprach von „Senkung“ – aber auch „Lenkung“ ist interessant, weil der Tourist ja versucht wie viele radikale Vertreter des sogenannten Fortschritts, den Fischer von seinem eigenen Leben abzulenken.

6. Bleibt die Frage nach der „Anekdote“:

Wer sich auch noch für diese Frage interessiert, kann die entsprechenden Ausführungen über das Kontaktformular gerne bei uns anfordern.

http://www.schnell-durchblicken.de/kontakt/

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