Wenn die Wolken weg sind, lichtet sich der Blick
Wenn die Wolken weg sind, lichtet sich der Blick

Manuel Schormack, "Die gläserne Decke" - Infos und Anregungen zu einer Kurzgeschichte zum Thema "Schreiblust"

In dieser Kurzgeschichte geht es um den Widerspruch zwischen den Aufrufen an alle und jeden, sich doch auch künstlerisch zu betätigen, und der Realität.

 

Diese ist immer auch gefährdet durch eine negative Abgrenzung nach unten, die Nachwuchskünstlern mit Arroganz oder auch Misstrauen begegnet.

 

Wir stellen die Kurzgeschichte vor und geben Tipps und Anregungen für den Einsatz in der Schule.

Kurz-Info zu Thema und Inhalt
In dieser Kurzgeschichte geht es um den Widerspruch zwischen den Aufrufen an alle und jeden, sich doch auch künstlerisch zu betätigen, und der Realität. Diese ist immer auch gefährdet durch eine negative Abgrenzung nach unten, die Nachwuchskünstlern mit Arroganz oder auch Misstrauen begegnet.

Inhaltsangabe:
In der Geschichte geht es um einen Jungen namens Jan, der festgestellt hat, dass das Schreiben ihm viel Freude macht. Dementsprechend freut er sich auch, als an seiner Schule eine Schreibwerkstatt angeboten wird. In der ersten Sitzung ist er dann aber sehr enttäuscht, als eine schwierige Aufgabe gleich mit dem Hinweis verbunden wird, jeder müsse das allein machen. Als ihm dann eine kreative Lösung einfällt, trägt er sie auch direkt vor. Als Reaktion bekommt er nur zu hören, einfaches Herunterschreiben sei hier nicht erwünscht. Daraufhin verlässt Jan kurzentschlossen die Veranstaltung und geht lieber mit seinem Vater zu einem Fußballspiel.

Bedeutung der Geschichte: -> Was zeigt die Geschichte?
Die Geschichte zeigt, dass es neben dem staatlichen Bildungsbetrieb immer wieder vorkommt, dass jemand bei sich ein Talent entdeckt, das er auch gerne weiter ausbauen möchte. Zugleich wird aber auch deutlich, dass der eben schon angesprochene Betrieb so etwas nicht immer fördert.

Wenn man den Hinweis der Schwester, der ja auch in den Titel der Geschichte eingegangen ist, ernstnimmt, zeigt die Geschichte auch, dass es zumindest in diesem Fall möglicherweise auch so etwas wie Abgrenzung nach unten gibt, eben die sogenannte „gläserne Decke“.

Zu erklären wäre sie damit, dass es besonders in der Kunst eine Tendenz gibt, Konkurrenz neben sich nicht hochkommen zu lassen. Das kann dann mit der Vorstellung von „brotloser Künst“ zusammenhängen, also den vielen Varianten in diesem Bereich, mit denen man nicht viel oder nicht einmal genügend Geld verdienen kann. Wenn man dann noch teilen muss, bleibt noch weniger übrig.
In diesem Falle handelt es sich aber um einen wahrscheinlich beamteten Lehrer, für den der finanzielle Aspekt nicht entscheidend sein dürfte. Hier könnte eine Erklärung eher darin liegen, dass er das normale Rollenverhältnis von Lehrer und Schüler auch in seiner negativen Ausprägung auf eine Schreibwerkstatt überträgt. Dort sollte aber eher eine Atmosphäre der Offenheit und der positiven Förderung herrschen.

 

Anmerkungen zum Schaubild:
Das Schaubild macht deutlich, dass es Menschen wie den Schüler Jan gibt, die voller Schreiblust sind und möglicherweise auch eine Menge Talent dafür mitbringen. In der Kurzgeschichte zeigt sich zumindest Interesse, Verständnis und Einfallsreichtum.
Daneben gibt es Leute wie den Deutschlehrer, die damit positiv umgehen und zugleich auch neue Wege aufzeigen, in diesem Falle die Schreibwerkstattt. Dort aber zeigen sich ein sehr autoritäres Gehabe und außerdem auch einseitige Vorgaben. Dialog und Kooperation mit dem Ziel der gleichen Augenhöhe sind nicht sichtbar.
Hoffnung macht der blaue Bereich weiterer Vorstöße und Versuche. Hier besteht allerdings die Gefahr, dass Leute wie Jan sich abschrecken lassen. Genauso gibt es auch die Chance, dass andere Vermittler zwischen der „Unterwelt“ der Talente und der „Oberwelt“ der „Arrivierten“, der im Literaturbetrieb Angekommenen mehr Verständnis zeigen und wirklich Wege freimachen.


 

Anmerkungen zum Einsatz als Klassenarbeit.
Die Geschichte kann gut als Klassenarbeit genommen werden - vor allem, wenn sie mit einer Beurteilung der These von der „gläsernen Decke“ verbunden wird. Hier könnten Schüler eigene direkte oder indirekte Erfahrungen einbeziehen, wie sie sie zum Beispiel im Bereich des Sports gemacht haben könnten. Sicherheitshalber könnte man auch eine alternative zweite Aufgabe stellen, bei er es etwa um ein Weiterschreiben der Geschichte geht.


Ideen zum Einsatz im Unterricht
Mögliche Besprechungspunkte für den Untgerricht sind schon angedeutet worden: Es geht zum einen um die Frage der Entdeckung von Talenten, man denke etwa an Talentscouts im Fußball, zum anderen um die Frage der „gläsernen Decke“. In welchen Bereichen gibt es sie? Was kann man tun?
 

#451479402396# - Seitenzugriffe ab Aktualisierungsdatum

Aktueller Tipp:

In unserem "Register" wird alphabetisch alles aufgeführt, was wir haben - ist zwar noch im Aufbau, aber schon ganz nützlich. Einfach mal ausprobieren.

Kurz vor dem schriftlichen Abitur oder auch normalen Klausuren ist noch mal Endspurt angesagt. Dies E-Book hilft dabei. Zu bekommen ist es zum Beispiel hier.

<< Neues Textfeld >>

Zur Entspannung vor den Sommerferien - oder auch in der Vertretungsstunde:

Das ideale Quiz für den Deutschunterricht gibt es hier!

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Schnell durchblicken - So einfach kann es gehen - Impressum