Wenn die Wolken weg sind, lichtet sich der Blick
Wenn die Wolken weg sind, lichtet sich der Blick

Warum es ziemlich clever ist, fit im Fach Deutsch zu sein :-)

Auf dieser Seite wollen wir Leute motivieren, sich mit dem Fach Deutsch zu beschäftigen. Es macht einen nämlich für viele Fälle fit und hilft, erfolgreich zu sein, beruflich und privat.

 

Das beginnt bei einem gut formulierten und sprachlich korrekten Bewerbungsschreiben und endet vielleicht bei einem formvollendeten und erfolgreichen Heiratsantrag ;-)

 

Wir stellen hier mal vorläufig ein Arbeitsblatt rein, das wir für die Klasse 9 entworfen haben. Die Schüler sollen noch mal voll motiviert werden, fit im Fach Deutsch zu sein.

Arbeitsblatt: Wofür ist das Fach Deutsch in der Schule eigentlich gut?

Aufgabe: Stell dir vor, du machst ein Praktikum in einer Werbe-Agentur, die ein Plakat entwerfen soll, in dem Werbung für den Deutschunterricht gemacht wird. Du bekommst nun die Aufgabe, ein Plakat zu entwerfen, das Schülern klarmacht, dass es sich lohnt, sich im Fach Deutsch zu engagieren.

Glücklicherweise musst du nicht nur auf eigene Erfahrungen zurückgreifen, sondern bekommst den Auszug aus einem fiktiven Rundfunk-Interview mit einem Vertreter des Deutschlehrreverbandes. Das kannst du für den Entwurf des Plakats mit einbeziehen.

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Moderator: Guten Morgen, Herr Dr. Meier. Wir würden gerne mit Ihnen über den neuen Plan des Schulministeriums reden, die Zahl der normalen Deutschstunden für eine Übergangszeit zu reduzieren, um mehr Kapazität für den Deutschunterricht von Migranten zu haben.

Dr. Meier: Ja, das war für uns eine ganz schöne Überraschung - und wir finden das auch völlig abwegig.

Mod: Wieso soll das so abwegig sein - wenn ich an meine Schulzeit zurückdenke: Deutsch konnte ich - und was ich hier für den Rundfunk brauchte, habe ich später im Job gelernt.

Mei: Wie schön für Sie - aber haben Sie nicht wenigstens eine Journalistenschule besucht.

Mod: Stimmt, daran hatte ich gar nicht gedacht - aber da habe ich nicht Deutsch gelernt.

Mei: Haben Sie sich denn wenigstens bei der Journalistenschule beworben?

Mod: Das verstehe ich jetzt nicht, natürlich, aber was hat das mit dem Deutschunterricht zu tun.

Mei: Jetzt machen Sie es mir aber leicht, denn das Schreiben von Bewerbungen und Lebensläufen gehört doch zum normalen Deutschunterricht.

Mod: Stimmt, das haben wir damals wirklich mal besprochen - aber als es soweit war, habe ich mir aktuelle Tipps aus dem Internet geholt.

Mei: Das ändert aber nichts daran, dass ein guter Deutschunterricht hier Grundlagen legt, auf denen man aufbauen kann. Außerdem, wie war es mit den Kommas in dem Bewerbungsschreiben?

Mod: Stimmt, da habe ich damals einen Freund drübergucken lassen, der gerade als Deutschlehrer an einer Schule anfing.

Mei: Womit wir wieder bei einem guten Deutschunterricht wären, der all denen hilft, die nicht zufällig solche Freunde haben. Aber wie war es denn mit dem Bewerbungsgespräch beim Rundfunk?

Mod: Stimmt, da hatte ich etwas Bammel vor - aber da gab es auch Tipps im Internet.

Mei: Ihr Deutschunterricht scheint wirklich nicht so gut gewesen zu sein, denn der behandelt ja auch Probleme und Möglichkeiten von Kommunikation. Ich erinnere mich sogar noch gut an meinen, bei dem es um Manipulationsstrategien ging, zum Beispiel übertriebene Beispiele, Euphemismen, also sprachliche Beschönigung wie zum Beispiel “Freisetzung” von Mitarbeitern statt “Entlassung”.

Mod: Na, darum ging es bei meinem Einstellungsgespräch ja nun noch nicht.

Mei: Aber haben Sie nicht schon eine Beurteilung durch Ihren Arbeitgeber bekommen? Die sollte man schon aufmerksam lesen. Sonst lassen Sie da nämlich stehen: Der Mitarbeiter hat sich immer bemüht.

Mod: Na gut, aber was sollte die ganze Grammatik, die ich lernen musste, was bringt mir die?

Mei: Sie kennen doch den schönen Spruch: “Da werden Sie geholfen.”

Mod: Puh, das tut ja immer noch weh.

Mei: Sehen Sie - und wenn Sie jetzt wissen wollen, warum das weh tut, dann müssen Sie einiges über Grammatik wissen und die sogenannte “Norm” in der Sprache. Das ist übrigens ein schönes Beispiel, dass man ganz viel wissen muss, um im Bedarfsfall das zu haben, was man dann braucht. So was nennt man dann “Vorratslernen” - und das ist der Kern von Allgemeinbildung. Man soll viel in seinem geistigen Werkzeugkasten haben, um für alle Fälle gerüstet zu sein.

Mod: Aber warum musste sich meine Tochter damals mit Balladen beschäftigen oder jetzt ein das Drama “Der Besuch der alten Dame” lesen?

Mei: Weil beides was mit Kultur zu tun hat. In Schillers Ballade “Der Handschuh” wird einfach wunderschön dargestellt, wie wahre Liebe nicht aussehen sollte. Und “Der Besuch der alten Dame” zeigt beispielhaft, wie die Stimmung in einer Stadt kippt bis hin zu Mordgedanken.

Mod: Also brauchen wir doch noch weiterhin den ganz normalen Deutschunterricht?

Mei: Auf jeden Fall, wenn neue Herausforderungen auf uns zukommen, muss man dafür auch frisches Geld in die Hand nehmen und es nicht woandes wegnehmen. Übrigens: Ich gehe mal davon aus, dass Sie verheiratet sind …

Mod: Worauf wollen Sie denn jetzt hinaus?

Mei: Nun, letztens sah ich eine Sendung über ein Kreuzfahrtschiff, wo jemand in der Südsee nur darüber nachdachte, wie er den misslungenen Heiratsantrag an seine daheimgebliebene Freundin “nachbessern” konnte. Spätestens, wenn es um unsere tiefsten Gefühle geht, ist man froh, wenn man sie auch sprachlich schön ausdrücken kann - und auch dabei hilft der Deutschunterricht.

Mod: Darüber werde ich jetzt mal nachdenken - auf jeden Fall: Danke für das Gespräch.

Mei: Ich danke Ihnen.

 

Arbeitsblatt: Wofür der Deutschunterricht gut ist - Auswertung eines Interviews
Mat350 AB Wofür ist der Deutschunterrich[...]
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